PUCH OPEN AIR 2017 – SA 15.07.17

A U S V E R K A U F T !

Liebe Puch Fans, das Puch Open Air 2017 ist nun offiziell AUSVERKAUFT. Das bedeutet, es gibt keine Karten mehr an der Abendkasse zu kaufen; alle die, die sich bereits vorab eine Karte besorgt haben, können natürlich noch auf das Gelände.

Danke an alle, die bereits gekommen sind; Ihr seid der Wahnsinn!

Weißt du noch? Kannst Du dich noch erinnern?“

Wer schon einmal oder öfter beim Puch Open Air war, hat ihn vielleicht schon erfahren, seinen persönlichen Puch-Moment. Ein Erlebnis, das es nur hier geben kann. Auf dem lauschigen Grashang am Waldrand unter den Apfelbäumen auf dem Grundstück der Familie Lehmair. Der eine erinnert sich vielleicht noch an den kleinen Shuttle-Bus, der nur aus Festivalplakaten zu bestehen schien, und in dem man freundlich begrüßt wie ein VIP, in Windeseile vom Bahnhof zum Open Air kutschiert wurde. Dem anderen Besucher klingt vielleicht noch der legendäre Auftritt von Jaki Liebezeit und Jochen Irmler in den Ohren. Zwei Krautrock-Urväter, die sich unbeeindruckt von strömenden Regen musikalisch die Bälle zuschoßen und legendäre Auftritte von The Notwist, Tocotronic, FSK, Superpunk, Pollyester, Mount Kimbie, Mouse on Mars, Die Goldenen Zitronen, Jeans Team, Stereo Total – um nur ein paar zu nennen, die in den letzten 25 Jahren hier vorbeischauten
Aus einer spontaner Mitfahrgelegenheit wurde vielleicht eine Freundschaft oder mehr. Und wenn manchmal gar nichts mehr ging, zogen die benachbarten Landwirte, auch schon die eine oder andere Karre aus dem Dreck.

Das Familienfest der Indie-Szene aus München und dem Umland überrascht jedes Jahr wieder mit seinem Booking und zieht seit über 25 Jahren deutsche und internationale Bands und Liveacts an.

 

ELEMENT OF CRIME

„Jubiläen feiern liegt uns nicht.“ Fast klammheimlich ließen Element of Crime vor zwei Jahre ihr dreißigjähriges Jubiläum verstreichen. Die Band, die 1985 im Berliner New-Wave-Dunstkreis von Punks noch ausgebuht wurde, zählt spätestens seit ihrem Album „Weißes Papier“, nicht nur zu den Kritiker-Lieblingen. Es folgten Top-30-Charts-Platzierungen in Deutschland und der Schweiz und ausverkaufte Hallen. Wie wohl kaum eine andere deutsche Band, ist Element of Crime ihrem melancholisch verspieltem Sound mit Einflüssen aus Country, Chanson, Mariachi und sogar Shanty bis heute treu geblieben und die Herren um Sven Regener sehen auch gar kein Veranlassung irgendwas daran zu ändern: „Wenn Sie Experimente wollen, sollten Sie ins Chemielabor gehen“, sagt Regener. Noch bevor der Bandchef durch seine Romane „Herr Lehmann“, „Neue Vahr Süd“ und „Der kleine Bruder“ zum Erfolgsautor avancierte, machten seine atmosphärisch versponnenen Um-die-Ecke-Denk-Texte, die mit ihrem hintergründigem Witz überraschen, Element of Crime einzigartig. Vor zwei Jahren erschien mit „Lieblingsfarben & Tiere“ ihr zehntes Album. Mit ihrer entspannten Schnoddrigkeit passen sie perfekt auf die Naturbühne des Puch Festivals.

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VOODOO JÜRGENS

Glaubt man Voodoo Jürgens, hatte er keine schöne Kindheit „zwischen Zuckerbude und Kadaverfabrik“. Trotzdem ist er ein Held, wenn auch ein Anti-Held. Der „Voodoo“ singt Moritaten von Alkohol und Alimenten, Verlierersongs aus den Eckboazn und Glasscherbenvierteln der Wiener Vorstädte. Die Musik des Österreichers bewegt sich irgendwo nah am Rumpelblues der Tom-Waits-Schule, aufgelockert mit Akkordeon und rhythmischen Ausflügen in den Balkan. Dazu gibt er live wie auf seinem Debut „Ansa Woar“ den charmanten Underdog und Bohemien, zu dem natürlich auch eine gewisse stylische Verlottertheit gehört. Mit seiner Single „Heite grob ma Tote aus“ wurde er fast über Nacht berühmt und spielt seitdem in ausverkauften Clubs.

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KREIDLER

Ihre Düsseldorfer Heimat hört man dem Quartett an. Die Stadt am Rhein gilt als einer der mythischen Entstehungsorte eines Sounds, der seit den frühen Siebziger Jahren unter dem wenig schmeichelhaften Stempel „Krautrock“ durch die Welt geistert. Bereits 1994 gegründet, versteckten Kreidler nie ihre Vorliebe für alte Helden wie Kraftwerk, Neu! Oder La Düsseldorf. Ein anderer Teil der DNA von Kreidler ist der instrumentale Postrock, der Mitte der Neunziger Jahre aus Chicago zu uns schwappte. In der bewegten Bandgeschichte folgten in den letzten 20 Jahren mehrere Kooperationen: Mit Klaus Dinger unter dem Namen „La Neu?“, mit Momus, aber auch mit den Chicks On Speed, mit denen Kreidler Nick Caves „Where The Wild Roses Grow“ mit vertauschten Rollen interpretierte. Ihr aktuelles Album hätte wohl ganz anders geklungen, wäre da nicht der 9. November 2016 mit Trumps Wahlsieg dazwischen gekommen. So verstaute man die bereits fertigen Aufnahmen im Schrank und entwarf unter dem Eindruck ein komplett neues Album mit dem Titel „European Song“.

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LEROY & BAND

Kraut und Karibik, Hawaii und Twang-Gitarren, vor sich hinblubbernde Elektronik. Aus dem Hintergrund schälen sich Stimmen, Geräusche, Flöten und verhallen wieder im Dub-Nebel. Mit seinem zweiten Soloalbum „Bambadea“ ist Leo Hopfinger im vergangenen Jahr ein wunderbar verspulter Soundtrip gelungen. Oft wird er als „Elektroslacker“ oder „Klangsurfer“ bezeichnet, doch was so leicht und zufällig entstanden klingt, ist beim zweiten Hinhören, doch wohl eher fein zusammengesetztes Mosaik aus Referenzen, Soundzitaten und Stimmungen. Schon der Klangeklektizismus seines ersten Soloalbum „Skläsh“ heimste allerorten jubelnde Kritiken ein und nach „Cash Only“ der ersten Vorabsingle des zweiten „Das Hobos“-Albums freuen wir uns jetzt schon auf neuen Out des Musicoholics.

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FRIENDS OF GAS

„Es ist eine zwingende Kraft in der Musik von Friends of Gas“, jubelt Bernd Begemann über die Fünf aus München. Schuld daran, ist vor allem Sängerin Nina Walser Stimme, die sich innerhalb eines Songs vom leisen Flüstern bis zur Ekstase steigert, bei der man sich nur wundern kann, woher sie diese ungeheure Kraft zieht. Die Songs der Friends of Gas entwickeln vor allem live einen Sog, der den Zuhörer mitreißt und herausfordert. Chokebore oder Fugazi kommen einem in den Sinn, genauso Krautrock-Helden wie Can oder Neu. Mit brachialem Noiserock und einer kompromisslosen Haltung mischten die Münchner in den letzten Jahren Bühnen von der Punk-Kneipe bis zum renommierten Reeperbahn-Festival auf. Im November 2016 erschien ihr Debüt „Fatal Schwach“ auf Staatsakt und begeisterte die Musikpresse.

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GEBRÜDER TEICHMANN

Die Brüder Andi und Hannes Teichmann sind Wanderer zwischen den Welten. Das beweisen sie mit ihrem neuen Album „Lost on Earth“ ,das in Zimbabwe, Mexiko, Nigeria, Kenia und Berlin mit Gästen wie Abe Duque (NYC), MC Psychotek (Bulawayo), Wura Samba (Lagos), Santiago Rodrigues & Signal Deluxe (Mexico City), Sasha Perera (Berlin), Max Turner (Noland) aufgenommen wurde. Schon früh ging die Klangsuche der beiden Brüder los. Während andere Jungs auf dem Fußballplatz bolzen oder zum Klavierunterricht verdonnert werden, gründen die beiden mit 9 und 12 Jahren in Regensburg ihre eigene Punkband „Totalschaden“. Mit ihrer Indieband covern sie unter dem Namen Beige GT DJ Rolandos Techno-Klassiker „Knights of The Jaguar“. Bald wenden sie sich ganz der Elektronik zu und zogen nach Berlin. Reine Clubmusik zu produzieren, war aber den beiden nie genug. Workshops, Konzerte und Projekte brachten sie in über 60 Länder, es folgten Kollaborationen mit Neuer Musik, wie dem Ensemble Modern, die Zusammenarbeit mit afrikanischen und asiatischen Musikern und musikalischen Legenden wie Christian Burchard (Embryo) oder Joachim Irmler (Faust) und auch mit ihrem Vater Uli Teichmann. Als Projektinitiatoren und Organisatoren initiierten sie mit dem Goethe Institut unter anderem die vielbeachteten Afrika-Europa-Projekte Berlin – Nairobi BLNRB, und das Folgeprojekt Ten Cities, das afrikanische und europäische Szenen verband.

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Timetable

Hier findet Ihr die voraussichtlichen Spielzeiten
(kurzfristige Änderungen vorbehalten):

15:00   Einlass
16:00   LEROY & BAND
17:30   FRIENDS OF GAS
19:00   KREIDLER
20:30   VOODOO JÜRGENS & DIE ANSA PANIER
23:00   ELEMENT OF CRIME
01:00   GEBRÜDER TEICHMANN
03:00   Ende